Autor: Natascha Elsner

  • BlindSpot Software

    Gründer Christian Walter

    Firmware ist eingebettete Software, die für den Betrieb elektronischer Geräte notwendig ist und das Bindeglied zwischen Hardware und Betriebssystem darstellt. Firmware muss auf Hardware getestet werden, was in den meisten Fällen manuell geschieht und einen signifikanten Zeit- und Kostenfaktor verursacht. Das Bochumer Start-up BlindSpot hat ein SaaS-System entwickelt, das eine skalierbare und effiziente Testung von Firmware auf Hardware ermöglicht. Auf diese Weise wird manuelles Testen um 75% reduziert, wodurch die Hardware indirekt sicherer und direkt kostengünstiger wird.

  • Alteva Technologies

    Co-founders f. l. Aiko Bernehed, Ida Milow

    Elektromobilität leistet einen wichtigen Beitrag zur Verringerung der CO2-Emissionen, von denen weltweit 20% allein durch den Verkehrssektor verursacht werden. Allerdings sind die bestehenden Batteriesysteme zu schwergewichtig, um Trucks, Flugzeuge oder Baumaschinen damit auszurüsten. Das DLR-Start-up Alteva hat eine passende Lösung für dieses Problem gefunden: Es entwickelt die nächste Generation leichter und leistungsstarker Batterien auf Lithium-Schwefel-Basis für den nachhaltigen, elektrifizierten Transport.

    HIGH-TECH.NRW hat uns mit hervorragenden Mentoren aus der Deep-Tech Szene verbunden und uns ermöglicht unser Netzwerk zu Experten und Investoren massiv auszubauen. Das Team hat im intensiven Austausch unermüdlich daran gearbeitet unser Team und Thema zu beschleunigen und konnte uns stets mit Rat und Tat zur Seite stehen. Den krönenden Abschluss bieten die hervorragenden Events mit unzähligen Teilnehmern aus Wirtschaft, Investorenszene und Politik. Wir freuen uns drauf auch in Zukunft aktiv im Netzwerk aktiv zu sein und die High-Tech Szene in NRW mit aufzubauen.

    Aiko Bernehed

  • AiML

    v.l.: Gründer Dr. Vikas Rana und Simranjeet Singh

    Künstliche Intelligenz (KI) wird in naher Zukunft eine immer wichtigere Rolle im menschlichen Leben spielen. Um die steigende Nachfrage nach KI zu befriedigen, müssen die herkömmlichen Computer Chip-Architekturen umgedacht, Rechnergeschwindigkeit und Stromverbrauch drastisch reduziert werden. Hier setzt die von AiML, einem Spin-off des Forschungszentrums Jülich, entwickelte Technologie an: Rechenoperationen werden auf einem neuromorphen Analog-Chip für Edge-KI-Applikationen ausgeführt, wodurch Engpässe in der digitalen Logik und des externen Speicherns beseitigt und der Stromverbrauch um den Faktor 100+ reduziert wird. Zielmärkte für den AiML-Chip sind z.B. Roboterassistenzsysteme und autonomes Fahren.

  • VitrofluidiX

    Bisher ist OoC (Organ-on-a-Chip) Technologie eine sehr kostspielige Angelegenheit, für die sehr viele und unterschiedliche Laborgeräte benötigt werden. VITROFLUIDIX entwickelt eine All-in-One und Easy-to-Use Plattform für die einfache Durchführung von OoC-Experimenten mit nur einem einzigen Gerät.

  • NutriSen

    Team

    Mit der innovativen Biotechnologie von NutriSen ehemals LiveSen ist es erstmalig möglich, Pflanzennährstoffe wie Nitrat und Phosphat wissenschaftlich präzise direkt vor Ort zu bestimmen. Hierdurch können präzise Entscheidungen auf Grundlage von datenbasierten Empfehlungen für eine nachhaltige Düngung getroffen werden. Mit Hilfe eines innovativen Biosensor-Teststreifens, dem dazugehörigen Messgerät und einer satellitengestützten App ist es Landwirten möglich, den Gehalt der wichtigsten Nährstoffe der Pflanzen auf den Feldern zu bestimmen, die Düngung zu optimieren und die Anbaufläche optimal zu nutzen.

    Das HIGH-TECH.NRW-Programm war eine perfekte Kombination aus Mentoring-Sitzungen und persönlichen Aktivitäten. Alles auf hohem Niveau, sowohl die teilnehmenden Unternehmen als auch die Mentoren und das Koordinationsteam. Sicherlich ein hilfreiches Programm.

    Débora Moretti

  • NUNOS

    NUNOS ist ein Gründungsvorhaben aus dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) und verwendet das ursprünglich für Anwendungen in der Raumfahrt entwickelte C.R.O.P.®-Verfahren (Combined Regenerative Organic food Production) zur Herstellung von hochwertigen Düngemitteln für die Landwirtschaft. Das Verfahren beruht auf einer rein biologischen Methode und verzichtet auf den Einsatz von Chemikalien oder Gefahrstoffen. NUNOS bereitet Gülle oder Gärprodukte aus Biogasanlagen zu einem direkt pflanzenverfügbaren Dünger auf. Das Verfahren liefert eine flüssige Düngemittellösung, die überwiegend direkt pflanzenverfügbare Nährstoffe enthält, sowie einen Festdünger mit einem hohen Anteil an organischer Substanz. NUNOS hilft Mineraldünger einzusparen, Böden und Gewässer vor massiven Stickstoffeinträgen zu schützen und die Emission von Umweltgiften (z. B. Ammoniak) aus den Ackerflächen zu verhindern.

  • Innovative Robot Delivery

    Team

    Innovative Robot Delivery adressiert eine ‚zustellerfreie‘ Paket- und Postzustellung mit einem ganzheitlichen Ansatz, der die Automatisierung, Digitalisierung und Optimierung aller Prozesse der Distributions­logistik umfasst. Jeder Schritt im Prozess, ob physisch oder nicht-physisch, wird vollständig mit Robotik und digitaler Datenverarbeitung abgewickelt, was eine kontinuierliche Echtzeit-Optimierung und Minimierung aller eingesetzten Ressourcen ermöglicht. Kern des Geschäftskonzeptes sind sog. Paketmobile, die ein ‚Mini-Depot‘ bzw. ‚Mini-Hochregallager‘ zur Lagerung und Übergabe von Paketen mit einem elektrisch angetriebenen Fahrzeug kombinieren.

    In den 3 Monaten des HIGH-TECH.NRW Accelerator-Programms haben wir, Innovative Robot Delivery, uns in unfassbarer Geschwindigkeit einmal komplett gehäutet, was unsere Darstellung, unsere Argumentation und die Art des Präsentierens betrifft. Die Kombination aus realer Start-up-Erfahrung, breitem Netzwerk und vor allem dem Willen und der Bereitschaft, die teilnehmenden Start-ups jederzeit zu unterstützen (auch sonntags!!) und ernsthaft nach vorne zu bringen, macht dieses Programm so wertvoll.
    Abgesehen davon hatten wir auch echt viel Spaß. Gratulation an jedes Start-up, das es in dieses Programm schafft.

    Boris Mayer

  • Icy 3D

    Icy 3D hat einen neuen optisch-haptischen Sensor zur Verbesserung der Datenqualität bei diversen Oberflächenanalyseszenarien entwickelt. Gleichzeitig sorgen die Echtzeitverarbeitungspipelines für sofortige Ergebnisse in 3D, wodurch die Erfassungs- und Auswertungszeiträume drastisch reduziert werden können. Die gesteigerte Datenqualität ermöglicht das frühzeitige Erkennen von Defekten im Herstellungsprozess und trägt so zu einer Verringerung von Ausbesserungszeiträumen und des Materialausschusses bei. Die Einsatzbereiche des Icy 3D Sensors liegen insbesondere bei schwer zu vermessenden Materialen wie Karbonfasern, Glas, Spiegel oder sonstige reflektierenden Oberflächen.

  • HoDforming

    Das von HoDforming entwickelte, proprietäre Hot Die Forming (HDF) Verfahren zur Warmum­formung von Metallen ermöglicht die Herstellung von extremen Leichtbau-Komponenten in Schlüsselindustrien wie z.B. in der Automobilindustrie oder im Luft- und Raumfahrt-Bereich. Die HDF-Technologie ist sehr energieeffizient und kostengünstig und kommt zum Einsatz bei Metallen und Metalllegierungen mit einem Schmelzpunkt höher als 350° C, idealerweise bei hoch­festen Legierungen, da hier die Vorteile des Verfahrens zur Erzeugung extremer Leichtbauteile am deutlichsten zum Tragen kommen. Der extreme Leichtbau ist eine Schlüsseltechnologie für eine ressourcen- und umweltschonende, CO2-arme Mobilität der Zukunft.

  • GLIM Skin

    Gründer v.l. Manuel Schröder, Friederike Kogelheide

    GLIM Skin hat ein technologiebasiertes Kosmetikprodukt für den individuellen Einsatz zuhause entwickelt, das mit Hilfe von Plasmatechnologie und Blaulichttherapie die Haut ohne den Einsatz von Zusatzstoffen reinigt und die Mikrozirkulation sowie die Zellerneuerung anregt. Hierdurch werden entzündliche Hautirritationen langfristig und nebenwirkungsfrei bekämpft und die Heilung der Haut nachhaltig unterstützt. Eine App-Steuerung erlaubt individuelle, auf das jeweilige Hautbild zugeschnittene Behandlungs­routinen.

    Das HIGH-TECH.NRW-Programm ist insbesondere durch das Engagement des Teams und die individuelle Unterstützung, die man dort erfährt, absolut empfehlenswert. Durch die Fokussierung auf Hardware-Startups und gleichzeitiger Branchenoffenheit wird dort ein breites Netzwerk aus Startups geschaffen, in dem man sich auf Augenhöhe offen austauscht bei gleichzeitiger Hilfestellung durch etablierte BranchenkennerInnen.

    Friederike Kogelheide