Kategorie: Batch #8

  • Vehicle SoundLab GmbH

    Team

    Vehicle SoundLab ist ein Dortmunder Akustik-Startup und entwickelt Soundlösungen für Elektrofahrzeuge sowie akustisch anspruchsvolle Maschinen und Produkte. Die Technologie verbindet klassische NVH-Analyse mit digitaler Signalverarbeitung und Embedded-Software, um Innen- und Außensounds gezielt zu gestalten und unerwünschte Geräusche und Schwingungen zu reduzieren. So werden Anwendungen wie markentypisches Active Sound Design, Active Noise Control und die Entwicklung von AVAS-Systemen möglich – inklusive Validierung für regulatorische Anforderungen, wo Sicherheit, Zulassungsfähigkeit und Nutzerakzeptanz entscheidend sind. Ergänzend bietet Vehicle SoundLab maßgeschneiderte Software-Tools für Analyse und Post-Processing sowie Soundmodule, die über viele Eingangs- und Applikationsparameter dynamische Klangbilder erzeugen. Vehicle SoundLab bietet damit eine Lösung für hörbar bessere, sichere und identitätsstiftende Produkte – ein Schlüssel für die Akzeptanz elektrifizierter Mobilität und hochwertige Nutzererlebnisse.

  • TrainOs GmbH

    Trainos ist ein MedTech-Startup aus Paderborn und entwickelt mit Trainos PRO einen strahlungsfreien OP-Simulator für bildgestützte Eingriffe. Die Technologie erzeugt realistische „X-ray“-Ansichten in Echtzeit – ohne ionisierende Strahlung – und koppelt diese mit Mixed-Reality-Elementen sowie haptischen, pathologischen Trainingsmodellen (Trainos Matrices), sodass mit gängigen Instrumenten wie im OP geübt werden kann. So wird ein zentraler Engpass in der chirurgischen Ausbildung adressiert, in der das klassische C-Arm-Training durch Regulierung, Strahlenbelastung und die Knappheit von Kadavermaterial begrenzt ist. Gleichzeitig entstehen sichere, wiederholbare und datenreiche Bildgebungs-Setups, die auch für die Entwicklung und Validierung von KI-Workflows in der medizinischen Bildgebung relevant sind. Die Kombination aus strahlungsfreiem Rendering, skalierbaren anatomischen Modellen und „Turnkey“-Lab-Aufbau macht Trainos zur Trainingsinfrastruktur für Kliniken und MedTech-Partner – ein Schlüssel für schnellere Lernkurven und bessere Outcomes.

  • TERNAfil

    Team

    TERNAfil ist eine Ausgründung aus der RWTH Aachen und entwickelt hochresistente Faserwerkstoffe für extreme Einsatzbedingungen. Das interdisziplinäre Gründer- und Entwicklerteam hinter der metall-keramischen Hybridfaser MAXCarbon stammt aus der Materialforschung der RWTH Aachen und vereint Expertise aus dem Institut für Textiltechnik sowie dem Institut für Gesteinshüttenkunde. MAXCarbon verbindet die Robustheit keramischer Materialien mit der mechanischen Performance von Carbonfasern und kombiniert dabei elektrische Leitfähigkeit mit hoher Temperatur- und Korrosionsbeständigkeit. Damit bleiben Anwendungen auch dort funktionsfähig, wo herkömmliche technische Fasern oberhalb von ca. 400 °C an Stabilität verlieren – bis hin zu Hochtemperaturbereichen über 1000 °C und aggressiven Umgebungen. So werden neue Einsatzfelder in Energie-, Luft- und Raumfahrt- sowie Kommunikationstechnologien erschlossen, etwa als Membran oder Elektrode, als Heißgaskomponente oder als strahlungsfeste Antenne. Die Kombination aus skalierbarer Fasertechnologie und dem Verzicht auf Seltene Erden macht MAXCarbon leistungsstark und ressourcenschonend. TERNAfil bietet damit eine Materialbasis für robuste Funktion in rauen Umgebungen – ein Schlüssel für zukunftssichere Hochleistungs-Infrastrukturen.

  • Telerion Robotics

    Team

    Telerion Robotics ist ein Robotikteam aus dem Umfeld der Universität Bonn (Projekt NimbRo) und entwickelt telepräsente Avatar-Roboter, die Menschen über das Internet in entfernte Orte „versetzen“. Die Plattform koppelt eine mobile Avatar-Einheit mit holonomer Basis, humanoidem Oberkörper und zwei Armen mit fünf-Finger-Händen an eine Operator-Station aus VR-Headset und Exoskeletten mit Kraft- und Haptik-Feedback – so gelingen Manipulationen und Interaktion aus der Ferne. Bei den Finals der ANA Avatar XPRIZE in Long Beach am 5. November 2022 gewann das Team den Grand Prize über 5 Mio. US-Dollar; demonstriert wurden u. a. Aufgaben wie Kaffee zubereiten oder Vitalparameter messen. Telerion Robotics ermöglicht damit Teleoperation, wenn Präsenz riskant, teuer oder unmöglich ist – ein Schlüssel für Wartung, Assistenz und Kriseneinsätze.

  • Pulse of Production

    Team

    Pulse of Production ist ein RWTH-nahes Transferteam und entwickelt mit dem Pulse Watcher eine Lösung für effizientere Wartung von Werkzeugen in Blechumformprozessen wie Stanzen und Feinschneiden. Die Technologie kombiniert Körperschallmessungen mit Künstlicher Intelligenz, um Werkzeugverschleiß und Prozessstabilität in Echtzeit zu überwachen und den optimalen Wartungszeitpunkt zu bestimmen – dort, wo klassische Ansätze Veränderungen oft zu spät erkennen. Eine präzise Signalvorverarbeitung extrahiert relevante Prozesssignaturen aus den Messdaten, sodass selbst frühe Zustandsänderungen sichtbar werden. So lassen sich ungeplante Stillstände und Ausschuss reduzieren – ein zentraler Hebel für stabile, kosteneffiziente Serienfertigung. Pulse of Production bietet damit eine Lösung für vorausschauende Instandhaltung in der Umformtechnik – ein Schlüssel für resilientere, effizientere Produktion.

  • PoLightFilters

    Team

    PoLightFilters ist das erste EXIST-Forschungstransfer der Universität zu Köln und entwickelt winkelstabile Dünnschicht-Optikfilter für präzise Bild- und Sensorsysteme. Anders als konventionelle Interferenzfilter, deren Spektrum bei schrägem Lichteinfall „wandert“ und damit Bildqualität und Sichtfeld begrenzt, bleibt die spektrale Transmission hier über große Einfallswinkel stabil – ermöglicht durch starke Licht-Materie-Kopplung in dünnen organischen Schichten und resonatorischen Strukturen. So werden neue Anwendungen für LiDAR, Fluoreszenz-Mikroskopie und industrielle Überwachung erschlossen, wo Reichweite, Genauigkeit und reproduzierbare Messungen über weite FoV entscheidend sind. Die Kombination aus maßgeschneidertem Filterdesign, materialwissenschaftlichen Innovationen und nachgewiesener Fertigbarkeit macht die Technologie OEM-tauglich und skalierbar; Pilotprojekte mit ersten Partnern sind in Vorbereitung. PoLightFilters bietet damit eine Lösung für zuverlässige Spektralfilterung ohne Winkelkompromisse – ein Schlüssel für robuste Optik in Automatisierung, Diagnostik und Sensorik.

  • PartikelART Solution GmbH

    PartikelART Solution ist ein Startup aus Dortmund und entwickelt digitale Lösungen für „Technische Sauberkeit“ in der Industrie – also für die schnelle Erfassung und Bewertung von Partikelkontaminationen entlang der Lieferkette. Die Technologie analysiert Partikel in sehr kurzer Zeit und übersetzt Messdaten in konkrete Hinweise für stabilere Prozesse und bessere Qualität – dort, wo klassische Labor-Workflows oft zu langsam und schwer vergleichbar sind. So werden neue Anwendungen für kontinuierliches Partikel-Monitoring erschlossen, etwa durch VDA-konforme Analysen und die systematische Identifikation von Partikelquellen, wo Zeit, Reproduzierbarkeit und Standortvergleichbarkeit entscheidend sind. Ergänzend ermöglicht die App PartikelLens die mobile Vermessung fotografierter Partikel per Smartphone – als praktische Brücke zwischen Shopfloor und QM. PartikelART Solution bietet damit eine Lösung für robuste Sauberfertigung in zunehmend komplexen Produkten – ein Schlüssel für stabile Qualität in globalen Lieferketten.

  • Medirion

    Team

    Medirion ist ein MedTech-Startup aus Duisburg und entwickelt eine KI-gestützte Thermografie zur Früherkennung rheumatoider Arthritis anhand der Handtemperatur. In etwa fünf Minuten entsteht nicht-invasiv ein individueller Temperatur-„Fingerabdruck“, den Algorithmen auswerten – dort, wo frühe Entzündungssignale sonst leicht übersehen werden. Medirion will Messungen innerhalb von zwei Wochen ermöglichen, um das 2-Wochen-bis-3-Monate-Fenster zu treffen, in dem Frühtherapie Remissionsraten von über 70 % ermöglicht. Die Kombination aus standardisierter Messung, Machine-Learning und strengen Hygiene-/Sicherheitsstandards macht den Ansatz praxistauglich. Medirion bietet damit eine Lösung für schnellere Rheuma-Diagnostik – ein Schlüssel für bessere Patient*innen-Outcomes und entlastete Gesundheitsstrukturen.

  • LipoFluddy

    Team

    LipoFLUDDY ist ein Transferprojekt der Universität zu Köln, das Dual-Fluoreszenzfarbstoffe entwickelt, mit denen Lipophagie, also der Abbau von Lipiden durch Autophagie, in lebenden Zellen sichtbar und quantifizierbar gemacht werden kann. Im Gegensatz zu bestehenden indirekten oder Endpunkt-Assays ermöglicht LipoFLUDDY direkte Echtzeitmessungen über Mikroskopie-, Durchflusszytometrie- und Plattenlesegeräteplattformen in primären und immortalisierten Zelllinien. Die Technologie kombiniert pH-schaltbare und pH-stabile Fluorophore, wodurch die Notwendigkeit der Proteinmarkierung entfällt und die Kompatibilität mit routinemäßigen Laborabläufen gewährleistet ist. Durch die Schließung einer grundlegenden Messlücke in der Lipidbiologie ebnet LipoFLUDDY den Weg für eine beschleunigte, datengesteuerte, plattformübergreifende und vergleichbare Arzneimittelentwicklung in einem wachsenden Bereich mit medizinischem Bedarf. Dies ermöglicht ein skalierbares Hochdurchsatz-Screening für Verbindungen, die den Lipidstoffwechsel modulieren, und beschleunigt die Forschung zu Stoffwechselstörungen wie Fettlebererkrankungen. Parallel dazu wird die Technologie für Anwendungen in diagnostischen Tests für Blutkrebserkrankungen untersucht, bei denen ein veränderter Lipidstoffwechsel eine zunehmend wichtige Rolle spielt.  

  • DynamoBot GmbH

    Team

    DynamoBot ist ein Spin-off der Universität Bonn und entwickelt KI- und Robotiksysteme für die pflanzenspezifische, gleichzeitige Bewirtschaftung von Kulturpflanzen und Unkraut. Die Technologie erkennt einzelne Pflanzen in Echtzeit und steuert die geeignete Maßnahme – mechanisch, chemisch oder elektrisch –, anstatt ganze Flächen unterschiedslos zu behandeln. Dies eröffnet neue Anwendungsmöglichkeiten für präzises Unkrautmanagement, wie beispielsweise die Nachrüstung von Sprühgeräten in der konventionellen Landwirtschaft (WeSee) oder Unkrautbekämpfungsdienste im ökologischen Landbau (WeWeed), wo Kosten, Bodenschutz und Arbeitskräftemangel entscheidende Faktoren sind. Die Kombination aus Computer Vision, zum Patent angemeldeter Mehrkopf-Technologie und lokaler Datenspeicherung macht das System effizient und praxisnah. DynamoBot reduziert somit den Einsatz von Herbiziden und manuelle Arbeit – ein Schlüssel zu widerstandsfähigeren Agrarsystemen.