Kategorie: Batch #6

  • Willowprint

    Gründer v. l. Emilia Grüne, Dr.-Ing. Joost Meyer

    Das Aachener Startup Willowprint hat ein nachhaltiges, biologisch abbaubares Druckmaterial auf Holzbasis für die additive Fertigung entwickelt, mit dem es möglich ist, umweltfreundliche Produkte herzustellen, die am Ende ihrer Lebensdauer recycelt oder kompostiert werden können. Zielmärkte sind nachhaltige Architektur (z. B. Tiny Houses) und die Bauwirtschaft sowie insbesondere nachhaltige Designmöbel und modulare Wohnlösungen. Mit der 3D-Holzpaste leistet Willowprint einen aktiven Beitrag zur Abfallvermeidung und zur Förderung einer Kreislaufwirtschaft. Der innovative Werkstoff ermöglicht das Upcycling von Reststoffen, um diese wieder in den Produktionskreislauf zu integrieren und so den Ressourcenverbrauch zu minimieren.

    Der High-Tech Accelerator NRW war für uns ein absoluter Meilenstein in unserer Start-up-Entwicklung. Das Programm kam genau zum richtigen Zeitpunkt – in einer Phase, in der strategische Weichenstellungen und fundierter Experteninput für unser weiteres Wachstum entscheidend waren.

    Die Kombination aus individueller Betreuung, tiefgehender Fach-Expertise und praxisnahen Workshops hat uns nicht nur fachlich enorm weitergebracht, sondern auch Mut gemacht, den nächsten Schritt mit Klarheit und Selbstvertrauen zu gehen. Besonders der Zugang zu einem starken Netzwerk aus Mentor:innen, Investor:innen und anderen Start-ups war für uns von unschätzbarem Wert.

    Wir sind sehr dankbar für die intensive Begleitung und den wertvollen Austausch – der Accelerator hat uns nicht nur konkret in der Umsetzung geholfen, sondern auch unsere Vision geschärft und unsere Position im Markt gestärkt.

    Ein herzliches Dankeschön an das gesamte Team!

    Willowprint-Team

  • Wellenpuls

    Gründer Christian Senfleben

    Das Solinger Startup Wellenpuls GmbH hat einen hochfrequenten neuromuskulären Elektrostimulationsgurt zum gezielten Training der Tiefenmuskulatur im Rumpf entwickelt, die bei Menschen mit chronischen unspezifischen Schmerzen im Lendenwirbelsäulenbereich signifikant geschwächt ist. Das Produkt steht kurz vor der Markteinführung und soll im nächsten Schritt durch eine App zur Gerätesteuerung und Trainingsauswertung digital ergänzt werden. Wellenpuls will sich in den nächsten fünf Jahren als führendes Unternehmen für muskuloskelettale Gesundheitslösungen etablieren. Das Produkt eignet sich auch für die Integration in das betriebliche Gesundheitsmanagement und kann somit Firmen bei der Reduktion von Arbeitsausfällen unterstützen.

    Der HIGH-TECH.NRW Accelerator war für Wellenpuls ein echter Mehrwert. Die gezielte Vernetzung mit herausragenden Mentor:innen hat wertvolle Impulse geliefert und strategische Türen geöffnet. Besonders bereichernd war auch der intensive Austausch mit den anderen Startups im Batch. Das Programmmanagement war exzellent – strukturiert, kompetent und immer unterstützend an unserer Seite.

    Christian Senfleben

  • schnaiTEC

    Gründer v. l. Dr. Martin Schnaiter, Prof. Dr. Emma Järvinen

    Verbrennungsverschmutzung verursacht jährlich 7 Millionen vorzeitige Todesfälle und emittiert Rußpartikel (Black Carbon), einen wichtigen Treiber der Klimaerwärmung. Die aktuelle Überwachung von Black Carbon ist teuer, ungenau und für Entwicklungsländer meist unzugänglich, was Fortschritte bei Überwachung möglicher Gesundheitsgefahren sowie Maßnahmen zur Dekarbonisierung der Gesellschaft hemmt. Die Wuppertaler schnaiTEC GmbH entwickelt ein erschwingliches, echtzeitfähiges, genaues und nicht-invasives optisches Messgerät für die präzise und spezifische Überwachung von Rußpartikeln aus Verbrennungsprozessen. Zielmärkte sind u.a. Environmental Monitoring Stations weltweit.

    Das NRW High-Tech Accelerator-Programm hat uns dazu gebracht, unsere Geschäftsstrategie aktiv zu hinterfragen und neu auszurichten. Heute verfolgen wir unsere Mission mit deutlich mehr Klarheit, Fokus und Selbstbewusstsein. Die intensive Begleitung über zwölf Wochen hat uns als “älteres“ Start-up viele neue Perspektiven eröffnet. Ein herzliches Dankeschön an das gesamte Team und die Expertinnen für die wertvollen Impulse und den starken Support.

    Martin Schnaiter

  • Rewafe

    Gründer v. l. Hugo Lucas, Dr.-Ing. Mohammad Chehadé

    rewafe hat ein neuartiges Verfahren für das Recycling und die Reinigung von Silizium entwickelt, das im Vergleich zum derzeitigen Stand der Technik viel weniger Energie verbraucht und einen niedrigeren CO2-Fußabdruck hat. Kern des Verfahrens ist ein vollständig integrierter Prozess, der die Vorbehandlung von Schrott, eine Reihe von Ultra-Reinigungsschritten und das Kristallwachstum umfasst. Die Technologie kann Siliziumabfälle oder Materialien, die metallurgisches Silizium enthalten, vollständig recyceln. Versuche im Labormaßstab Laborversuche haben gezeigt, dass das rewafe-Verfahren im Vergleich zum Stand der Technik im Vergleich zum Stand der Technik nur einen Bruchteil der benötigten Energie verbraucht, bei einer Ausbeute von über 95 %. rewafe will sich zunächst (5 Jahre) auf die Herstellung von hochwertigem, vollständig recyceltem Polysilizium für die Solarzellenherstellung konzentrieren, später dann die Bereitstellung von hochreinem Polysilizium für die Halbleiterindustrie adressieren.

    Das Programm hat uns viele Aspekte aufgezeigt – sowohl positive als auch negative. Es hat uns neue Perspektiven eröffnet und vor allem ihr umfangreiches Netzwerk von Experten war äußerst beeindruckend. Wir haben um Gespräche mit acht verschiedenen Experten gebeten, und nur wenige Tage später hatten wir bereits Termine mit ihnen vereinbart. Diese Gespräche führen uns derzeit dazu, unser Geschäftsmodell zu pivotieren, was sich als sehr positiv herausstellt.

    Mohammad Chehadé

  • HussarX

    Gründer Sergius Grudzinski

    Das Düsseldorfer Start-up HussarX hat eine einzigartige Abschreckungstechnologie entwickelt, die sowohl eine proaktive Bedrohungserkennung, als auch Bedrohungsabschreckung bietet. Mit der Technologie können bewaffnete Bedrohungen inkl. Freund/Feind-Erkennung in Echtzeit identifiziert und bei Tag und Nacht aktiv mit leistungsstarkem Blendlicht abgeschreckt werden. Die Technologie von HussarX kombiniert Computer Vision, Edge Computing und spezialisierte Hardware für eine präzise und sofortige Reaktion. Zielmärkte sind zunächst der Schutz von Sicherheitskräften und kritischer Infrastruktur, später auch Sicherheitslösungen für Unternehmen und Privatpersonen.

  • HAIRSENSE

    Gründer v. l. Till Hülsmann, Mike Vogt

    Bis heute gibt es keine zuverlässigen Methoden zur Echtheitsprüfung von Luxus-Tierhaartextilien. Fälschungen und minderwertige Beimischungen sind an der Tagesordnung und führen zu Qualitätsverlusten und Vertrauensschäden. Das Aachener Startup HAIRSENSE hat deswegen eine Prüfmethode zur Analyse der Echtheit und Qualität von Haaren und Fasern entwickelt, die auf einer Kombination aus hochauflösender Elektronenmikroskopie (SEM) und künstlicher Intelligenz beruht. Das Startup bietet eigene Qualitätsanalysen als ein Service an. Darüber hinaus werden Kooperationen mit internationalen Anlagebetreibern angestrebt, die auf der Grundlage von Software-Lizenzen Haaranalysen in ihrem regionalen Umfeld durchführen können. Neben Tierhaaranalysen werden in Zukunft auch Textil- und Menschenhaar-Analysen z.B. für die Kosmetikindustrie angeboten. Hierfür gibt es bereits erste Pilotkunden.

    High-Tech.NRW war für uns genau das richtige Sparring zur richtigen Zeit. Die intensiven Gespräche mit Branchenexpert:innen aus einem starken Mentorenkreis, das ehrliche Feedback zu IP, Investoren und Fokus – und ein Netzwerk, das wirklich trägt. Besonders wertvoll: der Austausch mit anderen Startups, bei dem nicht nur Erfahrungen geteilt, sondern auch konkrete Unterstützung geleistet wird – etwa bei Fragen zu Förderungen oder Gründung. Ein Accelerator, der nicht nur weiterhilft, sondern auch richtig Spaß macht – absolut empfehlenswert für High-Tech-Startups aus der Region.

    Till Hülsmann

  • FORMeat

    Gründer v. l. Dr. Ekin Akdere

    Kultiviertes Fleisch, also Fleisch aus im Labor gezüchteten tierischen Zellen, gilt als vielversprechende Alternative zur herkömmlichen Fleischproduktion. Doch bislang standen hohe Kosten, Skalierungsprobleme und die Anforderung, die Textur von Fleisch realistisch nachzubilden, einer breiten Markteinführung im Weg. Hier setzt das Team FORMeat von der RWTH Aachen mit einem patentierten Verfahren an. Mit Hilfe der Faserspinntechnologie stellen die Forschenden aus tierischen Stammzellen feine, fadenartige Strukturen her, die das Gewebe von Muskelzellen imitieren.

    Despite our busy schedule, the program was designed with remarkable flexibility, allowing us to fully engage without compromising our other commitments. We gained valuable insights through numerous expert talks and built a strong network of connections. The program manager was incredibly patient and consistently provided thoughtful guidance and warm introductions to key contacts. We’re grateful for the support and inspiration this experience has given us.

    Rahman Omidinia Anarkoli

  • Biosensor Engineering

    Gründer Dr. Roman Vitushinsky

    Die Biosensor Engineering GmbH mit Sitz in Bochum entwickelt GaN-Sensoren für die Point-of-Care Diagnostik und personalisierte Medizin, die eine hochsensitive quantitative Proteinanalytik sowie Messungen extra- und intrazellulärer Signalwege erlauben und Ergebnisse in kürzester Zeit liefern. Mit den Biosensoren sollen in Zukunft 5-Euro-Atemtests in weniger als 1 Minute möglich sein, die genauso zuverlässige Diagnosen liefern wie ein PCR-Test, der für die gleiche Diagnose 15 Minuten benötigt und ca. 120 Euro kostet. Zielmärkte sind vorrangig die humanmedizinische und veterinärmedizinische In-vitro-Diagnostik sowie die pharmazeutische Industrie.

  • AEsy

    Gründer v. l. Florian Wirsing, Dr.-Ing. Florian König

    Das Spin-off AEsy der RWTH Aachen kombiniert die Acoustic Emission Technologie mit intelligenter Datenauswertung auf Basis des Machine Learning und bietet erstmals ein Zustandsüberwachungssystem zur frühzeitigen Verschleiß- und Schadensdetektion von Gleitlagern in Windenergieanlagen. Dabei werden relevante Zustandsparameter, die auf ein Spontanversagen von Gleitlagern hindeuten, extrahiert. Auf diese Weise kann frühzeitig in die Anlagensteuerung eingegriffen, ein Spontanversagen verhindert und die Lebensdauer der Gleitlager und somit der gesamten Anlage verlängert werden. Mit AEsy wird eine Condition Monitoring-as-a-Service-Lösung angeboten, die die kontinuierliche Zustandsüberwachung auf Basis der Acoustic Emissions Technologie aktiv mit der Anlagensteuerung verknüpft.

    Der 12-wöchige HIGH-TECH.NRW Accelerator hat sich für uns als äußerst wertvoll und hilfreich erwiesen. Besonders das interdisziplinäre Mentorenteam hat uns mit fachlichem Tiefgang und praxisnaher Expertise unterstützt. Wir konnten unsere Ziele eigenständig verfolgen und dabei jederzeit auf das starke Netzwerk sowie den Austausch mit den anderen Teams zurückgreifen. Die inspirierenden Interaktionen und die kontinuierliche Begleitung haben uns in unserer Entwicklung maßgeblich vorangebracht. Herzlichen Dank an das Mentorenteam und die Programmmanager des HIGH-TECH.NRW Accelerator.

    Florian Wirsing

  • Simplyfined

    Gründer v. l. Max Krause, Jens Ehlhardt

    87% der eingesetzten Rohstoffe in der chemischen Industrie sind fossil, also Erdöl,
    Kohle und Erdgas. Deren Nutzung ist jedoch klimaschädlich und zudem werden
    endliche Ressourcen irreversibel verbraucht. Das Spin-off Simplyfined der TU
    Dortmund hat einen neuartigen katalytischen Prozess entwickelt, mit dem eine
    selektive Teilhydrierung von mehrfach ungesättigten Fettsäuren aus Pflanzenölen zu
    einfach ungesättigten erreicht werden kann. Dadurch lassen sich Pflanzenöle als
    nachhaltige Basischemikalien für nahezu die gesamte Bandbreite an
    Folgeanwendungen in der chemischen Industrie einsetzen, um u.a. Kunststoffe,
    Schmierstoffe, Kosmetika oder Tenside zu produzieren.

    Die Teilnahme am HighTech.NRW-Programm war für Simplyfined ein echter Gewinn. In den zwölf Wochen haben wir nicht nur von der enormen Breite an ehrenamtlichen Mentorinnen und Mentoren mit beeindruckender Expertise profitiert, sondern auch Zugang zu einem starken Industrienetzwerk erhalten. Besonders inspirierend war zudem der Austausch mit den anderen teilnehmenden Teams – ein Umfeld, das Innovation wirklich fördert.

    Max Krause